Stevens Cyclocross Cup – Finale in Buchholz

Technik und Mut braucht frau für die Halfpipe
Die Halfpipe beim Cyclocross Cup in Buchholz verlangt Technik und Mut

Finaler Lauf des Stevens Cyclocross Cup 2018/2019

WOW! Schon ist die Saison für Cyclocross wieder vorbei? War nicht gerade gestern der erste Lauf des Cyclocrosscups in Mölln? Und nun geht der letzte Lauf schon in diesen Beitrag ein? Die Zeit rennt und ich kann mich noch ziemlich gut erinnern, wie ich vor ziemlich genau einem Jahr mit meinem Crosser bei diesem letzten Lauf, der mein erstes richtiges Rennen auf dem Crosser war, am Start stand und die Warmfahrrunde abgebrochen hatte.

Nun, ein Jahr später stand ich also wieder am Start! Einige Rennen lagen hinter mir, sodass ich mir nicht so schlimme Sorgen machte, dass ich die Runde nicht schaffte. Vielmehr machte ich mir nun Gedanken alles halbwege technisch sauber zu fahren.

Technik und Mut braucht frau für die Halfpipe
Die Halfpipe beim Cyclocross Cup in Buchholz verlangt Technik und Mut

Die Strecke

War super! Die RSG Nordheide hatte sich alle Mühe gegeben eine tolle Strecke für das letzte Cyclocross Rennen der Serie abzustecken. Vom Start auf dem Parkplatz ging es links ab und zur ersten Haardnadelkurve und dann bergauf einen Absatz hoch. Kurz absteigen und wieder rauf und dann weiter bergab durch eine Senke und wieder bergauf und nochmal bergab.

Dann schlängelt sich die Strecke trailartig durch den Wald, dank des Frost gut zu fahren, aber stellenweise ganz schön glatt. Danach ging es wieder leicht bergauf durch den Wald und in einer Schleife wieder bergab und über eine kleine Gegenanhöhe auf einen Baumstamm zu. Eben typisch Cyclocross!

Leicht bergab aber nicht zu hoch, sodass ein kleiner Bunnyhop mit dem Rad reichte um über den Baum zu kommen. Danach ging es ein ganzes Stück bergan und es wurde nach oben immer steiler. FIES!

Nochmal bergab und dann über einen wurzeligen Abschnitt etwas schräg durch den Wald und wieder Richtung Parkplatz.

Auf dem Parkplatz warteten zwei weitere Hindernisse, diesesmal mit ab- und aufspringen. Danach ging es in die „Halfpipe“ neben dem Parkplatz. Mehrfach durch die kurze Senke durch und eine steilwandartige Kurve zum Schluss.

Dann noch durch den Park (noch 2 Hürden mit Absteigen) und hinten rum wieder Richtigug Parkplatz. Allerdings mit 12 Treppenstufen, also ab- und aufsteigen und SCHON war die Runde fertig. Hui! Cyclocross in Reinform!

Trailartige Strecke beim Cyclocross Cup in BUchholz
Cyclocross Cup in Buchholz auf Trails durch den Wald

Das Rennen

Joa, das würde spannend werden! Ich hatte keine persönliche Klippe auf der Strecke, die ich mich nicht traute und auch die Halfpipe trieb mir nicht den Angstschweiß auf die Stirn. Eine gute Wahl des Fahrwegs ersparte mit das Wegrutschen.

Vom Start kam ich sehr gut weg und blieb an dem anderen dran. In der ersten Haarnadelkurve drängelte ich nicht, sondern fuhr höflich beiseite. Das Feld zog sich im Wald etwas auseinander, sodass es auch bergab gut zu fahren war. Die vorangegangenen Rennen hatten den Boden ziemlich glatt werden lassen, sodass ich hier eher neben der Ideallinie fuhr.

Die erste Runde lief gut, ich kam gut rein, die Finger wurden warm. Runde zwei lief auch gut, allerdings verlor ich Kati vor mir aus den Augen. Nagut, ich wusste ja wo es lang geht ;-).

In Runde drei lief es auch gut, mir war trotz der sehr winterlichen Temperaturen richtig warm. Dann ging es bergab auf den Baumstamm zu, mehrfach hatte ich den gut erwischt. Diesesmal nicht. Ich verbremste mich und mein Bunnyhop-Timing passte nicht mehr. Zu spät hob ich das Hinterad an, das dann vom Baumstamm einen ordentlichen Schubs nach oben bekam.

Und mich oben rum überholte. FUCK!

Zack, so schnell ging das. Ich landete unsanft auf Lenker und dem Boden und mir blieb die Luft weg. Die beiden fotografierenden Herren eilten herbei, fragten ob alles ok sei. Ich schüttelte den Kopf. Ohne Luft spricht es sich so schlecht.

Innerlich zählte ich 21…22..23… langsam kam die Luft wieder. Das Angebot die Sannis zu holen, lehnte ich ab. Ich berappelte mich uns setze mich einen Moment auf den Baumstamm.

Krass, die Landung war unsanft.

Abgesehen von ein paar Kratzer konnte ich keine größeren Schmerzen feststellen.

Wie gehts dem Rad?

Gut! Einen Bremshebel richtete ich wieder grade und dann stieg ich auf den Crosser und fuhr weiter. Wenigstens noch die Runde zuende. Im Ziel war noch gar nicht schluss. Ich war verwirrt. Nagut, dann eben noch eine Runde!

Die fuhr ich halbwegs ordentlich aber mein Biss war weg. Eine Horde Jungs hing mir am Hinterrad, die wollten die Strecke testen. Wartet doch gerne bis das Rennen vorbei ist.

Und untereinander kommentieren wie langsam die Runde gerade ist, tut echt nicht Not.

Über den Baumstamm hob ich das Rad. Bunnyhop muss ich erstmal wieder mit ohne bergab üben ;-).

Im Ziel war ich überrascht. Ich wurde trotz der Pause noch 5. von 8. !

Die Strecke verlang alles von den Fahrerinnen des Cyclocrosscup
Cyclocross Cup in Buchholz auf bester Strecke

Zum Saisonabschluss

Mir haben die Rennen des Cyclocross Cup großen Spaß gemacht und ich merke, dass ich nun zum Ende der Saison deutlich besser unterwegs bin als am Anfang. Und ich hatte einen wahnsinnigen Spaß!

Bin ich sehr beeindruckt von all den Frauen, mit denen ich diesen Winter an den Startlinien stand! Ihr seid so prima! Wenn ihr da nicht gestanden hättet, wäre ich nicht an den Start gegangen, weil mir das Herz in die Hose gerutscht wäre! Ihr seid die Vorbilder nach denen der Radsport immer schreit. Jedes mal wenn ihr auf dem Rad sitzt und irgendwem grinsend ins Gesicht guckt!

Ich hoffe nächste Saison stehen wir wieder zusammen an der Startlinie und mit uns noch ein paar mehr!

Denn ihr macht so richtig großen Spaß!

Und nun? Beine hoch und bis zum nächsten Herbst warten?

Klar, guter Plan! Beine hochlegen und im nächsten Herbst weiterfahren… Kann nur ein Scherz sein! Ich verlängere die Cyclocrosssaison auf jeden Fall noch einen Moment, denn im Crossland gibt´s mindestens noch einen Technikkurs und vielleicht auch noch ein Rennen bevor der Frühling hoffentlich um die Ecke lugt!

 

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