Col d’Hahnheide CDHH – Mit dem Gravelbike ins Abenteuer

Col d'Hahnheide mit Stemtag

Col d’ wat? Hähne? Heide? Wohin? Hahnheide! Eine beinahe schon legendäre Radfahrt aus dem Herzen Hamburgs in die Hahnheide. Die Hahnheide ist ein “kleines” (1.450ha) Waldstück in Schleswig-Holstein zwischen Trittau, Gröhnwohld, Linau und Hamfelde. Nun gibt es ja in Schleswig-Holstein ein paar Wäldchen, was macht dieses nun so besonders, dass frau da mit dem Gravelbike hinfahren muss (immerhin 130km) ?

Warum in die Hahnheide? Wo ist der Col?

Nunja, wie es mit Zielen so ist, hat jede wohl eigene Gründe warum es nun ausgerechnet in dieses Wäldchen gehen soll. Die Radfahrt Col d’Hahnheide wurde von Rick Rider ins Leben gerufen, wer mehr dazu lesen möchte, kann das auf dem Blog von Rick zum CDHH tun. Im Grunde genommen macht sich ein Grüppchen Abenteuerlustiger auf den Weg durch die Vier- und Marschlande bis in den Sachsenwald. Gespickt mit deluxen Gravelabschnitten durch herbstliche Wälder bis in die Hahnheide, wo es dann zunächst auf ein Hügelchen (99m ü.NN) geht und dann auf den dort platzierten Aussichtsturm. Und weil es so schön ist geht´s dann wieder zurück!

Col d’Hahnheide mit Stempelkarte

Warum wollte ich da nun hin?

  • Gründe im Bett zu bleiben: nasskaltes Wetter,
  • 3/4 auskurierte Fissur im Innenknöchel
  • Gründe Rad zu fahren nach PBP? 😉
  • allgemeine Faulheit

Aufsteigen, losfahren weil…

  • sich auf dem Rad zu verabreden die beste Motivation ist
  • irgendwann der Tag kommt an dem der Knöchel wieder hält
  • es ne tolle Strecke ist
  • Gravel im Herbst – also bidde?!

Und: Die Hahnheide meine Kindheitserinnerung ist. Denn: Hier ging es hin wenn im Kindergarten Gartentag war oder Sommerfest. von Mutti ins Auto gesteckt eine Ewigkeit durch die Gegend gegondelt und dann in diesem tollen Wald aussteigen ist ganz wunderbar! Und es gibt eine tolle Düne im Wald über die der Track des Col d’Hahnheide zwar nicht führt aber der Rest des Waldes ist auch ganz wunderbar!

Am Start, der Wiese am Schwanenwik, gab es ein paar erklärende Worte von Rick, wir verließen die Stadt gemeinsam  und alsbald am Deich bildeten sich kleine Grüppchen, die durch den Herbst rollten. Es war tatsächlich ein typischer Herbsttag. Ein wenig grau, die Landschaft noch eher grün und der Himmel mal grau mal hellblau. Mal so mal so… Wir rollten dahin. Bekannte Landschaft am Deich entlang und dann nach Escheburg den blöden Hügel hinauf. Ich schnaufte ein wenig am Ende der Gruppe… Nicht nur der Knöchel hatte wohl ein wenig Pause gehabt… Im Sachsenwald ging es endlich auf guten Gravel, es staubte zum Glück nicht, war ja nasskalter Herbst 😉

Col d’Hahnheide mit Pause auf dem Gravel

 

Col d’Hahnheide Ausblick vom Turm des Otto Hergenhan

Pause muss sein.

Ja, und zwar genau jetzt. Ja, aber die Gruppe… Ja, egal. A) muss ich mal ins Gebüsch und B) auf dem Aussichtspunkt in der Hahnheide treffen wir uns doch eh alle wieder. Ich genoss meine Pause mitten im Sachsenwald und rechnete damit, dass demnächst ein Wildschwein neben mir stehen würde. Stand natürlich nicht. Das war viel zu schlau dafür. Nun denn…weiter auf der Route!

Ich holte das Grüppchen vor mir langsam wieder ein und die Strecke bog auf die letzten Kilometer durch die Hahnheide ab. Also im Grund genommen durch den Wald. Crosserbereifung wäre hier auch gut gewesen. Aber mein Diverge schluckte die Strecke und da war schon der Hügel! Rauf da! Die letzten Meter gönnte ich mir zu Fuss, erschien mir das Stück bergauf doch etwas zu steinig.

Von hier bis ganz dahinten

So hatte ich den Ausblick auf dem Holzturm erwartet. Das herbstliche Wetter gönnte uns ein paar Sonnenstrahlen und so war der Ausblick tatsächlich besser als erwartet! Wunderbar!

… und dann zurück.

Retoure ging es wieder nach Hamfelde hinein und dann über Grande, Reinbek und Curslack zurück in die Vier- und Marschlande. Und weil so ein schönes herbstliches Wetter war, küsste ich in einer Kurve noch den Asphalt. Ja, Blätter, Matsch und schmale Reifen vertrugen sich nicht mit der gewählten Kurvengeschwindigkeit. Zack. Liegen. Aua. Ziemlich. Also nicht so ganz schlimm. Aber AUA! Was hilft da: Zusammenräumen und wieder aufs Rad!

Col d’Hahnheide mit Stemtag

Blaue Flecken und n Kratzer am Knie waren meine persönliche Trophäe. Ein herbstliches “Welcome back” auf dem Rad. Ich fuhr etwas vorsichtiger zurück und freute mich auf eine heiße Dusche zuhause.

Eine tolle Tour durch den Herbst, die aber sicherlich auch im Sommer oder Winter eine gute Figur macht!

Vielen Dank an Rick, der das Ding auf die Beine gestellt hat, auf wundersame Weise einen Stempel auf dem Turm hinterlegt hat, einen Stemtag für jeden bereit hielt, eine Stempelkarte gedruckt hat und mir einen tollen Tag beschert hat! WOW!

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